Evangelischer Kindergarten Neunkirchen am Brand

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Grundlagen pädagogischer Arbeit

1. Evangelisches Profil
2. Pädagogische Werte
3. Rechtliche Grundlagen
 

1. Evangelisches Profil

Als Christen verstehen wir uns als Teil von Gottes Schöpfung. Gott schafft die Welt als Lebensraum für uns Menschen, von der er sagt, dass sie „gut“ ist. In dieser Welt bestimmt Gott den Raum und die Zeit, die unser Leben umfassen. Wir können darauf vertrauen, dass es keinen Ort und keine Zeit ohne Gott gibt. Davon erzählt die Bibel immer wieder, wenn Gott Menschen verspricht, sie zu begleiten und ihnen Raum zum Leben zu gewähren. Der Kindergarten ist Lebensraum auf Zeit, in dem dieses Grundvertrauen wachsen kann.

Jeder Mensch hat als Ebenbild Gottes eine unverlierbare Würde. Durch die Menschwerdung Gottes in seinem Sohn Jesus Christus bestätigt Gott seine bedingungslose Liebe zu uns. Die, durch die Reformation im 16. Jahrhundert neu entdeckte Erkenntnis, dass Gottes Liebe niemals durch eigene Leistung verdient werden, sondern nur Geschenk sein kann, ist für das Miteinander im Kindergarten handlungsleitend. Gemeinschaft kann nur in gegenseitiger Annahme und Vergebungsbereitschaft gelingen.

In der Bibel wird menschliches Leben immer in Beziehungen beschrieben. Grundlage für Beziehungen sind Selbstbewusstsein, Kommunikationsfähigkeit und Toleranz.

Wir begegnen Gott als Schöpfer und zugleich als liebenden Vater in den Geschichten der Bibel und im täglichen Gebet. Jeder und jede steht so mit seinen besonderen Gaben, Fähigkeiten und Schwächen unmittelbar vor Gott.

Menschliches Zusammenleben erfordert die Bereitschaft, den eigenen Beitrag zu dessen Gelingen zu leisten und die Bedürfnisse anderer anzuerkennen. Die eigene Entfaltungsfreiheit und die Rechte anderer bedingen einander. Die Bibel spricht von der Selbst- und der Nächstenliebe. Im Kindergarten findet diese Liebe Ausdruck im wertschätzenden und liebevollen Umgang miteinander, sowie in der Vermittlung von Werten und gemeinsamen Vereinbarungen für den konkreten Kindergartenalltag.

Jeder Mensch ist ein einmaliges und unverwechselbares Individuum. Der Kindergarten bietet Raum zur Selbstentfaltung und zur Ausbildung von Selbstbewusstsein und leitet zur Selbstständigkeit an.

Es gehört zum Menschsein dazu, die Zusammenhänge unserer Welt verstehen zu lernen. Im biblischen Schöpfungsbericht werden die Menschen von Gott beauftragt, die Welt zu entdecken und nutzbar zu machen, sie aber auch für künftige Generationen zu bewahren und das Leben zu achten. Offenheit und Neugier gegenüber der Welt finden dort ihre Grenzen.

Die Erfahrung von Grenzen ist Bestandteil jeden menschlichen Lebens. Solche Grenzen können familiärer, kultureller, religiöser oder sprachlicher Herkunft, oder auch in der individuellen Persönlichkeit begründet sein. Respekt, Achtung und Annahme des anderen ermöglichen, Grenzen im Kindergarten abzubauen, ohne eine Gleichheit des Verschiedenen zu erzwingen.

In Jesus Christus erkennen wir, wie sich Gott immer wieder besonders den Außenstehenden, den Benachteiligten, den Schwachen oder den Kranken zuwendet, um diesen Anteil an Gottes Liebe zu geben. In unserem Kindergarten legen wir besonderen Wert auf die Integration benachteiligter und besonderer Zuwendung bedürftiger Kinder.
 

2. Pädagogische Werte

In unserer täglichen Arbeit mit den Kindern lassen wir uns von grundlegenden Wertvorstellungen leiten:

Wir achten die Kinder als eigenständige Persönlichkeiten, deren Entwicklung wir unterstützend begleiten. Wir schaffen ihnen Handlungs- und Erfahrungsräume, die sie aktiv und selbstbestimmt nutzen können.

Wir begegnen den Kindern mit Wertschätzung und schaffen eine Atmosphäre, in der sie sich sicher und angenommen fühlen.

In ihrer Spielgruppe möchten wir ihnen Geborgenheit, Halt und Orientierung geben.

Es ist uns ein wichtiges Anliegen, jedes Kind in seiner gesamten körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Entwicklung, sowie seinem Lebens- und Erfahrungsumfeld zu sehen und individuell auf seine Bedürfnisse einzugehen.

Wir fördern die kognitive Entwicklung, indem wir kindliche Lern- und Entwicklungsprozesse ganzheitlich anregen und unterstützen, sowie lernmethodische Kompetenzen vermitteln.

Selbstverständlich ist es uns, den Kindern tragfähige Beziehungen anzubieten, ihnen offen als Person zu begegnen und ihnen mit unserem Handeln Vorbild zu sein.
 

3. Rechtliche Grundlagen

Als öffentliche Einrichtung erfüllt unser Kindergarten den gesetzlich festgelegten Erziehungs- und Bildungsauftrag in Ergänzung zur Familie.

Die rechtlichen Grundlagen für unsere Arbeit mit den Kindern sind im Bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz (BayKiBiG) und der Durchführungsverordnung festgelegt.

Die praktische Arbeit des Kindergartens orientiert sich am Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan (BEP), in dem die Anforderungen an die Erziehungs- und Bildungsarbeit an die Kindertagesstätten festgelegt sind.

Darüber hinaus gilt das Kinder- und Jugendhilfegesetz, sowie das Sozialgesetzbuch (SGB) Neuntes Buch (IX) – Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen.
 

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